Moby Dick’s Eye

Bei dem Programmsegment „Moby Dick’s Eye“, das von dem Bonner Aktionskünstler Hermann Josef Hack (http://hermann-josef-hack.de/cms/) gestaltet wurde, wurde per Bildtelefon Kontakt zwischen dem Publikum und Forschungsinstitutionen an unzugänglichen Orten hergestellt. Die Zuschauer konnten unter anderem mit Wissenschaftlern beim Institut für Meeresforschung, auf der Forschungsplattform Nordsee vor Helgoland und den Forschungsschiffen Poseidon und Gauss sprechen. Die Fragen der Anrufer betreffen die Forschungsziele und den Arbeitsalltag der Wissenschaftler, die bemüht sind, ihre Arbeit transparent zu machen. Immer wieder geht es um Umweltverschmutzung und auch schon den Klimawandel. In der direkten Konfrontation zwischen Laien und Wissenschaftlern kommen aber auch Themen auf, die den Rahmen wissenschaftlicher Fachfragen überschreiten, wenn zum Beispiel eine Anruferin nach der Zahl der weiblichen Forscherinnen an Bord fragt. Hermann Josef Hack, der in seinem „Global Brainstorming Project“ schon vorher Wissenschaftler und Amateure zusammenführte, hat auch danach an Telekommunikations- und Satellitenprojekten gearbeitet und gehörte zu den ersten Künstlern in Deutschland, die mit dem Internet arbeiteten. Zahlreiche seiner Projekte, die sich mit sozialen Missständen und gesellschaftlichen Problemen beschäftigen, erreichten über Aktionen im öffentlichen Raum und die Massenmedien ein großes Publikum.