Interview mit Rosa von Suess, 19.07.2018

Interviewer: Okay, gut, dann legen wir los. Also, wir fangen vielleicht damit an, dass wir uns erst mal bedanken, dass wir Sie interviewen dürfen und das es hier so einen tollen Raum auch irgendwie möglich war, zu finden und es soll heute um Piazza virtuale gehen, aber bevor wir jetzt auf das Projekt im engeren Sinne zu sprechen kommen, vielleicht zum miteinander warm werden, erst mal die Frage, 1992, als Sie da mitgemacht haben, wo waren Sie da so in Ihrem Leben? Was war Ihre Lebensposition in dem Augenblick?

 

Rosa von Suess: Ich habe studiert visuelle Mediengestaltung an der Universität für angewandte Kunst, Peter Weibel, Charles (Priol?), Steina Vasulka und das war eins der ersten Jahre… das erste Jahr, als ich da studiert habe. Zuvor hatte ich schon mit Video gearbeitet im Künstlerkollektiv Pyramedia, Ulf Langheinrich, Kurt Hentschläger, Gebhard Sengmüller und Bruno Klomfar. Wir hatten Umatikausstattung und haben Videos gemacht. Künstlerische Dokumentationen, Videokunst, Projekte an verschiedenen Orten. Ich hatte auch schon ein paar kurze Videos gemacht, die dann auf Festivals waren. Und ein Jahr zuvor hatte ich meine erste ORF Dokumentation, also Fernsehen war jetzt nicht etwas, das nicht erreichbar gewesen wäre. Wir hatten die Geräte und wir waren auch angefragt zu diesem Zeitpunkt. Und dieses Projekt hat gerade sehr gut gepasst zu dem Studium, gleichzeitig auch meine Tätigkeit. Ich habe im Kunstradio ORF gearbeitet, deswegen konnten wir auch die Tonspur nachher zu einer Sendung machen. Und das Kunstradio hat schon sehr früh… Heidi Grundmann ist die Frau von Robert Adrian X und der ist einer der Internetkunst… Telekommunikationskünstler Pioniere schlechthin. Er hat natürlich auch bildende Kunst gemacht, aber das sind so das Umfeld. Gleichzeitig hatte ich auch auf der Ars Electronica schon Projektkoordinationen gemacht. Also organisiert, geholfen Projekte umzusetzen und habe dadurch… war mir einiges bekannt, was in diesem Bereich eben gerade produziert wird. Kannte Stadtwerkstatt TV, kannte viele Fernsehprojekte und ich hatte schon eine große Leidenschaft für das Fernsehen.

 

Interviewer: Für das Fernsehen?

 

Rosa von Suess: Ja.

 

Interviewer: Der Gerfried Stocker hat gestern immer gesagt: „Damals…“, so von der telematischen Kunst gesprochen, was ja nochmal was anderes ist, das ist auch bei den Van Gogh TV Leuten das Problem, dass die immer so zwischen den Stühlen sitzen und mal wird mehr so in die Videokunstecke gerückt oder in die Computerkunstecke und eigentlich passt nichts so richtig. Und ich habe das Gefühl, dass hier in Österreich das so eigene Szene auch noch mal gewesen ist. Vielleicht können Sie da noch zwei, drei Sachen dazu sagen. Also wie sich das so dargestellt hat, gerade auch so vom Standpunkt eines jungen Künstlers, einer jungen Künstlerin.

 

Rosa von Suess: Das war mit Sicherheit anders als In Deutschland. Uns fehlten generell die offenen Kanäle. Genau im selben Jahr oder 2000… 1991 hatten wir so Piratenradiosendungen. Ja? Wir sind auf die TU und haben versucht in Workshops mit… Hank Bull war da und haben versucht eben Frequenzen zu ergattern. Es gab auch einen Verein für freie Frequenzen. Wir haben auch hier im Haus Piratenradio gemacht. Wir hatten hier Ateliers, Pyramedia war hier untergebracht, und also das Bewusstsein für Live war in Österreich dadurch ein bisschen anders. Also Frequenzen mitzugestalten, also Content auf Frequenzen zu bringen, war etwas anderes, weil es die offenen Kanäle nicht gab. Und durch die Monopolstellung, ohne die es noch einmal verschärft worden ist. Und diese Piratensenderaktivitäten wurden auch geahndet. Jetzt gab es sozusagen in der Kunst natürlich einen Zeigefinger da drauf, da auch mal hinzuzeigen und Content zu produzieren. Das war interessant.

 

Interviewer: Ja, das hat der Gerfried Stocker gestern auch noch mal betont, dass zu der Zeit das eigentlich… in Deutschland gab es sogar schon Privatfernsehen, RTL und so weiter und so fort, aber hier gab es halt dieses Monopol von diesen beiden Kanälen, zumindest im Fernsehen und sonst gar nichts. Und dann ist das natürlich naheliegend, dass man versucht, da sich seine eigenen Ausspielmöglichkeiten zu besorgen. Wie kam denn der Kontakt mit Van Gogh TV zustande? Wie ist es denn überhaupt dazu gekommen, dass Sie da eingeladen worden sind, sich an dem Piazza virtuale zu beteiligen?

 

Rosa von Suess: Das war ganz einfach. Mike Hentz kam nach Österreich, kam nach Wien, und hat um einen Termin gebeten und hat uns eingeladen. Wahrscheinlich war es einfach bekannt, dass wir à über die technischen Möglichkeiten verfügten durch unsere Bescheiden Umatic-Kameras, Schnittplatz und auch Modem. Modem hatten wir selber noch keins, aber wir hatten zumindest schon Erfahrung mit Modem.

 

Interviewer: Der Gerfried Stocker hat das gestern auch so dargestellt, dass auch von Anfang an eigentlich so gedacht war, das Graz und Wien das gemeinsam betreiben würden. Würden Sie das auch so betrachten, oder?

 

Rosa von Suess: Da kann ich mich eigentlich nicht mehr so genau erinnern. Ich glaube, über das Kunstradio haben wir dann die Grazer eingeladen. Die Grazer waren immer schon sehr eigenständig und die Gruppe Zero Net um Seppo Gründler, die hatten einfach da auch schon, und da war ja Robert Adrian X dabei, sehr viel Erfahrung. Wir haben uns da einfach… Wir haben sie eingeladen, um das Knowhow auch zu erweitern. So glaube ich, war das. Vielleicht hat uns aber auch Mike Hentz zusammengebracht. Bin ich mir nicht sicher, müsste ich fragen. Aber in meiner Wahrnehmung war es so, dass wir sie eingeladen haben, weil sie einfach viel mehr Erfahrung hatten mit Modem. Und die Zero Net war ja so eine Kunstmailbox, die damit schon gearbeitet haben. Ja.

 

Interviewer: Und was war da das, wie soll ich sagen, das Versprechen oder was hat der Mike Hentz… wie hat er das beschrieben oder was war das, was einen daran interessiert hat, sich daran zu beteiligen?

 

Rosa von Suess: Ich glaube, soweit ich mich erinnere, war das genau dieses Zitat, das wir oben am Konzept platziert haben. Also die Infrastruktur: dialogische Kunst braucht keinen Autor, es ist eine Kollaboration und es geht um Interaktionen mit dem Zuschauer. Ja? Das war: „Wollt ihr da mitmachen?“ Wir haben uns dann schon kundig gemacht, auch so um die Gruppe. Wer sind die? Was machen die? Sie hatten ja früher schon Beteiligungen bei der Ars Electronica und es gab ein paar Geschichten, wo die Zusammenarbeit nicht gerade gut geendet hatte. Ich kann aber sagen, dass wir in diesem Projekt jetzt keine Erfahrungen gemacht haben, wo wir mit Dingen zu tun hatten, die ungeplant waren. Es gab vielleicht ein paar Abstimmungsschwierigkeiten über die Sendedauer, das liest sich auch in der Korrespondenz, wo dann steht, es hieß immer eine Stunde Bla und dieses Bla heißt nichts anderes wie: “ Könnte auch anders sein“, Fragezeichen. Aber in dieser Art der Zusammenarbeit und bei diesem Megaprojekt mit so vielen Piazzettas, ist es ganz klar, dass sich vielleicht einmal eine Sendezeit ein bisschen verschiebt.

 

Interviewer: Das ist ja so sehr eigene Gruppe gewesen, auch sehr verschiedene Charaktere. Wie würden Sie die denn beschreiben? Was sind das für Leute gewesen, mit denen man da zu tun gehabt hat?

 

Rosa von Suess: Van Gogh TV? Na, der Ruf, dass sie großartige Künstler sind, die ja doch schon ein bisschen älter jetzt waren, wie wir waren, die diesen Stein da quer durch die Lande bis zum Papst transportiert haben und gleichzeitig sehr situativ performanceartige Kunst gemacht haben. Mit auch einer politischen… immer auch mit einem politischen Anspruch, das hat natürlich Respekt von uns allen… wir haben ihnen immer Respekt gezollt. Der Satz war jetzt nicht ganz. Wird das irgendwo…?

 

Interviewer: (Sagen Sie das einfach nochmal?)

 

Rosa von Suess: Van Gogh TV war ja Minus Delta t in großen Teilen mit ein paar mehr und wir hatten einen Heidenrespekt vor der Arbeit, die sie hatten. Der Stein, der quer durch Europa bis… Wo haben sie ihn hin?

 

Interviewer: Bangkok.

 

Rosa von Suess: Bangkok. Nur Bangkok? Nicht Iran?

 

Interviewer: Na ja…

 

Rosa von Suess: Also war…

 

Interviewer: …nur auf dem Hippie Trail durch… auf dem Landwege nach Bangkok sozusagen, ja, also das war schon eine… Ja, aber jetzt muss man den Satz nochmal von vorne anfangen.

 

Rosa von Suess: Aber es gab ja auch noch dieses Oilbottle, das sie bis in Iran gebracht haben. Das war dann später, genau. Dieser Stein…

 

Interviewer: (unv. beide sprechen gleichzeitig)

 

Rosa von Suess: Ja, genau. Genau. Ein Barrel…

 

Interviewer: Das kenne ich auch nicht so genau. Ja.

 

Rosa von Suess: Ja. Also wir hatten einen großen Respekt vor der Arbeit von Minus Delta t. Hatten natürlich Texte dazu gelesen. In Österreich war auch durch Ö1 Übertragung, wir hatten immer wieder Sendungsausschnitte von dieser Reise. Und das war als großartiges Projekt bekannt und wir waren Fans davon. Das war die eine Sache. Die andere Sache war, dass es nachfolgend dann andere Projekte gab bei der Ars Electronica oder hier und da und dass es immer wieder zu Auseinandersetzungen mit Teammitgliedern kam. Wo gehobelt wird, fallen Späne, sage ich dazu immer und ich kann sagen, in unserer Zusammenarbeit gab es bis auf Mikrokleinigkeiten keine großen Probleme. Wir haben sehr gut zusammengearbeitet und man muss sagen, dass unser Konzept, das wir ihnen vorgeschlagen haben und zum Großteil auch durchziehen konnten, ja ein ganz anderes, ein formalisiertes Fernsehprodukt war. Wir wollten diese Kanäle ja bestmöglich kontrollieren, den Content gestalten. Also die Anrufe von außen sammeln, in Midi-Daten umwandeln und zu einer Live-Komposition Sound zu machen.

 

Interviewer: Bevor wir darauf zu sprechen kommen, nochmal einen Schritt zurück, denn eine Sache, die mir nach wie vor eigentlich nicht verständlich ist und mir bisher noch keiner richtig so erklären konnte, ist, dass man da einerseits diese Gruppe von so Anarcho-Künstlern, sage ich jetzt mal, hat und dann plötzlich fangen die an, solche Quasi-Sender mit so einer eigenen Bürokratie und eigenen Verwaltungsvorgängen und die auch, wie ich jetzt den Akten entnommen habe, recht gut funktioniert haben, recht funktionell gemacht waren, veranstaltet haben. Können Sie mir da irgendwie ein Licht aufstecken, was da für ein Prozess stattgefunden hat, dass man da so vom individualen Performancekünstler, so zum Chef von so einer Firma quasi wird?

 

Rosa von Suess: Ja, das ist, Techno Hype ist damals wie heute einfach ein Treiber und dann steigen verschiedene Firmen mit an Bord. Ich weiß nicht, wen sie dabeihatten. Es war Telekom dabei, es waren verschiedene Geldgeber, denen die Künstlergruppe klar machen konnte, dass sich da etwas ändert und dass mit dem Internet und dem Verwenden des Modems Steuerungsmöglichkeiten vorhanden waren, die das Medium noch einmal ganz neu beurteilen lassen. Mit neuen Möglichkeiten. Und da haben sie, klug wie sie sind, wahrscheinlich einfach auch gepunktet und Geldgeber gefunden. Dass sie natürlich nach wie vor diese Anarchos waren und wilde Ideen hatten, und eigentlich sehr stark an Performance interessiert waren, an Störung, das glaube ich, kommt in manchen Sendungen auch raus, wenn unterschiedliche von ihnen Regie machen.

 

Interviewer: Genau. Kommen wir gleich zu den konkreten Sendungen. Was war denn da so… Gab es da Vorgaben oder wie sind Sie da so drauf vorbereitet worden? Wir haben uns gerade schon darüber unterhalten, dass es auch gewisse Einschränkungen gab, dass dann noch nicht Anything Goes herrschte, also war so die Arbeits- oder die Handlungsanweisung, die da von Van Gogh TV erst mal gekommen ist?

 

Rosa von Suess: Das Format war klar, es gibt zwei Fenster. Und es gibt so und so viele Leitungen, die für die Piazzettas freigeschaltet werden. Wir hatten, bin ich mir sicher, mehr Leitungen wie andere. Weil wir einfach versucht haben, hier… deswegen auch hier in der Galerie, alles, jeden, den wir kannten von Linz bis Graz, einzuladen. Die Technologie, Modems, Rechner, hatten sich zu beteiligen und da wir hier schon versucht haben, acht Leitungen in einen Raum zu kriegen, ist ja auch nicht ganz ohne und das war so unsere Vorbereitung. Das heißt, unser Ziel war, so viel Einschaltmöglichkeiten in das Programm zu haben, wie möglich. Da gab es eben von bis. Von Van Gogh TV das Modem, das Fax, das Bildtelefon. Bildtelefon war damals rar. Wir kannten es aber schon. Ein Jahr vorher hat Franz Xaver bei Transformator, das war in St. Veit an der Glan in Österreich, ein Videokunstfestival, wo er eine U-Bahn aufgestellt hat, einen Container, und ein Livebild von einer U-Bahn transmitted. Hat dann dazu gesagt: „So, jetzt habt ihr auch eine U-Bahn.“ Wir wussten, dass es lange dauert und dass man die Bilder am besten vorbereitet und nicht ein Laufbild. Ja?

 

Interviewer: Das Bildtelefon spielt in den ganzen Projekten eine relativ große Rolle. Das war also auch so ein Trick, um bewegte Bilder von hier nach Kassel zu bekommen, ohne diesen Aufwand zu haben, den normales Fernsehen hat. Können Sie das nochmal erklären, wie das funktioniert hat und was genau die Rolle von diesem Bildtelefon gewesen ist? Es gibt schon ein schönes Interview, fällt mir gerade noch ein, ich hatte, glaube ich, diese Faxe da hin und her geschickt und da gibt es irgendwo noch so eine handschriftliche Notiz: „Morgen bekommen wir ISDN, wir schreiben dann gleich die Nummern.“ Und das war ja, glaube ich, auch wichtig bei diesem Bildtelefon, dass man ISDN-Leitung hatte.

 

Rosa von Suess: Genau, ja. ISDN-Leitungen mussten wir haben und die mussten auch alle natürlich vorher in Kassel bekanntgegeben werden. So großartig war also der Aufbau gar nicht. Man musste wissen, welche Telefone, welche Geräte und dann muss man das connecten. Dazwischen hat der Van Gogh TV ganz viele andere Dinge, also die Kamera, die durch die Serverräume fährt, mit Tastentelefon zu steuern. Das sind alles Applikationen, die jetzt in diesen Piazzettas nicht zu steuern waren. Sondern außerhalb. Wir hatten also kein Tastenfeld, wo wir Musik komponierten. Deswegen war uns wichtig mit diesen Leitungen, die vorhanden waren, mit dem Fax und mit dem Bildtelefon, und das war uns noch ein bisschen zu wenig und deswegen haben wir diese Midikomponente und die Animation mitgenommen. Und das war eben der Punkt, als wir dann gesehen haben, da ist es besser, es fährt jemand hin. Wer fährt hin? Gerfried Stocker ist dann hingefahren und er brachte das Programm mit, in der die Animation produziert worden ist und die Animation selbst, damit die über den Bildkanälen spielen konnte. Und wir wollten die dann parallel, also Wien und Graz, dass die das verdecken, die Animation, das Bild zudecken. Da gab es ja auch eine Animation mit Händen, die dann das Bild immer wieder zudeckt und eben ein Content von uns war, den wir vorbereitet haben, gestaltet haben und dort haben wollten. Und da waren Van Gogh TV kooperativ und sie wussten wahrscheinlich auch, dass wir uns schon länger mit Video beschäftigt haben und mit Animationen und haben dieses Experiment dann auch mit uns gemacht. Das mit dem Sound, die Midi-Daten, also alle Anrufe von außen, diese Hallo-Schleifen, die wir vorher schon gesehen haben und gesagt haben, das wollen wir nicht. Wir wollen hier kein Hallo-Konzert, wenn dann wollen wir wirklich ein Konzert. Wir nehmen diese Hallos und Ulf Langheinrich, der ist Komponist, und der hat aus diesen Mididateien einen Sound komponiert. Also aus den Anrufern über Midiumwandlung dann ein Keyboard angesteuert.

 

Interviewer: Was ich mir jetzt gerade so, also wir haben uns jetzt so die Animationen so ein bisschen angeguckt. Ich habe das Gefühl, was eigentlich erreicht werden sollte, war im Grunde so eine Art (Nam June Paik?) Skulptur für den Bildschirm, wo man sehr schnell mit verschiedenen Bildern Animationen und so weiter, bombardiert wird. Sehe ich das richtig oder? Also ging es darum wirklich so einen visuellen Overkill zu schaffen und das wurde dadurch gestört, dass man leider Gottes in diesem formalen Rahmen bleiben wollte, den die gesetzt haben?

 

Rosa von Suess: Dieser formale Rahmen war uns bekannt. Und mit dem haben wir gespielt. Dass wir quasi Graz und Wien haben und unten die Lines. Das ist ja eine Bildästhetik, die sich umwandeln lässt. Aber natürlich ist in einer Livesituation dann doch alles noch ein bisschen aufgeregter, manche Dinge funktionieren nicht, so wie wir bestimmte… auch die Texte, die wir vorgelesen haben. Wir haben dann ja auch geschrieben, das erweiterte oder verstärkte Sendungsbewusstsein macht alles kaputt. Wir wussten schon, dass das einfach auch ein großer Druck war und was soll übrigbleiben? Eigentlich wollten wir auch eine Beruhigung machen und Pausen schaffen. Ich glaube es ist… sind ja doch auch leise Sendungen. Weil nicht immer Hallo gerufen wird. Ich muss aber sagen, dass wir ein paarmal in diesen drei Sendungen schon die Kommunikation auch gespürt haben. Mit anderen kommuniziert haben, uns darauf eingelassen haben und das waren dann auch Erlebnisse, die wahrscheinlich Van Gogh ja mehr wollte. Die wollten mehr solche Erlebnisse und wenn jemand drei Sendungen macht, kann man ja auch ein bisschen damit lernen. Im Nachhinein kann ich fast sagen, vielleicht hätten wir uns ein bisschen mehr damit auseinandersetzen sollen und nicht gleich diese künstlerische Haltung, wir gestalten das, wir machen das, wir senden jetzt, mehr sich drauf einlassen. Wir haben das sehr kritisch gesehen, weil einfach zu viele Kanäle sind. Wenn so viele Kanäle sind, kann Kommunikation nicht funktionieren, da waren wir überzeugt, das bleibt beim Hallo. Es kann nichts entstehen, also wollten wir etwas anderes schaffen.

 

Interviewer: Gleichzeitig haben Sie vorhin auch gesagt, wir wollten auch so viel Input wie möglich und noch mehr Telefonleitungen, also, das scheint ja ein geteiltes Bedürfnis letztlich gewesen zu sein.

 

Rosa von Suess: Ja, also alle Kanäle zu kontrollieren hat bedeutet, nicht gestört zu werden durch eine Kommunikation, von der wir davon ausgegangen sind, dass es eh nicht funktionieren kann, weil es zu viele Kanäle sind. Das war der Grund, warum wir so viele Kanäle wie möglich beherrschen wollten. Aber das, wenn ich Modem, Fax, zwei verschiedene Entrypoints habe, Wien und Graz, und dann noch die Stimme der Regie aus Kassel mit dem Vorplatz, dann wird es wieder sehr viel.

 

Interviewer: Der Gerfried Stocker hat gestern gesagt, dass die Abstimmung zwischen Wien und Graz eigentlich auch nicht so richtig funktioniert hat. Wie haben Sie das in Erinnerung? Also dass da schon… Ich habe nämlich am Anfang versucht zwischen den Bildern immer so Korrespondenzen zu finden. Antwortet der eine auf das andere und irgendwie ist es mir nicht gelungen, er meinte, das wäre auch ein müßiges Unterfangen, weil es halt diese Abstimmung gar nicht gegeben hat, also…

 

Rosa von Suess: Ich denke, es gab Abstimmungsversuche, aber dass die beiden miteinander kommunizieren, war ja so nicht gedacht. Sondern beide sollten ein Bild des Ganzen ergeben. Und ich glaube, das hat nicht funktioniert. Das hat nicht funktioniert, weil… Ich wusste ja eigentlich gar nicht, wer dort war. Ja.

 

Interviewer: Die Piazzettas, das wissen manche auch nicht, oder können sich manche auch schon gar nicht mehr daran erinnern, die sind ja erst später dazu gekommen. Das ist ja erst mal ein Monat lang ohne…

 

Rosa von Suess: Genau.

 

Interviewer: Piazzettas gelaufen und dann haben die Piazzettas auch angefangen zu senden. Sie werden sich das ja vorher mal angeschaut haben. Was war denn da eigentlich so der Eindruck? Es ist dieses riesen Telekommunikationsprojekt, was so richtig im Fernsehen läuft, hat das so Begeisterung ausgelöst, oder?

 

Rosa von Suess: Ja eben nicht. Aus dem Grund, weil… und deswegen haben wir uns dann ja auch entschieden, nicht versuchen zu kommunizieren, weil es war sehr schnell ersichtlich, dass das schwierig ist. Ja? Wobei das schon toll ist, also im Nachhinein betrachtet finde ich sehr, sehr toll, also über ein Tastentelefon eine Kamera zu steuern oder ein Musikinstrument oder zusammen zeichnen. Ja, und wenn man heute sagt, die Frage ist ja ein bisschen, ist das Social Media? Dann kann man sagen, in allen Punkten von aktuellen Definitionen, ja. Kollaborationen, Internet, User Generated Content, Interaktion, alles ist ja vorhanden, aber wenn ich mir heute Social Media anschaue, dann sehe ich in den wenigsten Fällen, dass zusammen etwas geschaffen wird. Das sind dann wieder ganz eigene Applikationen. Zusammen an einem Produkt gearbeitet wird, und das hat Van Gogh TV ja damals schon versucht zu machen und das kam ja auch zustande. Das waren nur vielleicht zu viele oder es braucht Übung.

 

Interviewer: Ja, also was ganz interessant ist.

 

Rosa von Suess: Ich wollte noch was zu Graz sagen. Die Kommunikation. Die Frage nach der Kommunikation zwischen Graz und Wien. Die Entscheidung Graz und Wien war insofern klar, dass, wir wollten das besser steuern. Und die technische Infrastruktur, die Kenntnis mit Modems zu arbeiten, war in Graz einfach vorhanden. Dann ist aber etwas aufgetreten, das wir so nicht vorhersehen konnten, ja? Wir hatten eine Menge zu tun, um Räume, Telefone, Kameras, Mitarbeiter, auch Geld, aufzustellen für die Projekte. Und da waren wir wahrscheinlich… Wir wussten, was wir machen wollten, ja? Wir hatten die Animation prepared, wir hatten Texte prepared, wir hatten Leute eingeladen, die mitwirken. Wir haben ihnen gesagt, bereitet etwas vor. Es waren Fotos fertig und und und. Das heißt, jeder war vorbereitet, aber diese Punkte dann, eine Abstimmung noch mit Graz, die ist definitiv zu kurz gekommen, ja. Und das eigentliche Ziel, so koordiniert wie möglich gemeinsam aufzutreten, war dann, wenn ich das Material anschaue, zwar ich sehe es schon, den Ansatz, aber hat sich nicht in der ganzen Stunde geäußert.

 

Interviewer: Genau, das wäre jetzt die nächste Frage. Wenn man sich jetzt in die Position des Zuschauers hineinversetzt, wie würden Sie das Programm aus dieser Perspektive beurteilen? Jetzt auch vielleicht ein bisschen selbstkritisch.

 

Rosa von Suess: Ja, der Zuschauer, der sollte zumindest, wenn er Piazzetta Vienna und Piazzetta Graz sieht, nicht auch noch sich beteiligen wollen, sondern er sollte zuschauen und versuchen, Sinneinheiten zu erfassen. Also das war das Fernsehpublikum, so viel Prozent beteiligen sich ja nicht. Heute weiß man das ja auch und die meisten schauen zu. Das war schon dafür gedacht. Die Kommunikation war nicht das, was wir im Sinn hatten mit ganz vielen Menschen. Sondern die Kommunikation hier mit dem Partner, mit den Eingeladenen hier in der Galerie und eher die Masse des Contents als Material verstehen. So, das war der Ansatz, wie wir da rangegangen sind. Weil sonst gibt es auch keinen Grund, die Anruferstimmen „Hallo“ in Musik umzuwandeln. Das unterscheidet uns vielleicht auch und hat auch ein bisschen zu Abstimmungsschwierigkeiten geführt, aber letztendlich hätten wir die Musik gerne viel lauter gehabt und dass noch viel, viel koordinierter alles. Aber selbstkritisch. Wir waren vorher schon, als wir das Programm gesehen haben, war es ein Experiment, ein großer technischer Aufwand mit nur an den Rändern zu erkennender Kommunikation und Interaktion mit dem Zuschauer. Es gab einzelne Elemente, die gut funktioniert haben. Also dann, wenn nur zwei oder drei miteinander etwas geschaffen haben, das war auch ganz großartig, oder wenn jemand die Kamera durch die Studios navigieren kann, ich glaube, das ist ähnlich, wie wenn man heute VR anschaut. Dieses Erlebnis zu haben, das ist eine gewisse Immersion im Fernsehen etwas zu steuern. Aber wir, mit unserem Verständnis von Medienkunst, uns war das damals halt nicht genug, und wir wollten ein bisschen mehr gestalten und sind natürlich auch an der Form gescheitert auch.

 

Interviewer: Waren Sie denn selbst auch in Kassel?

 

Rosa von Suess: Ja.

 

Interviewer: Und wie haben Sie das in Erinnerung?

 

Rosa von Suess: Es war damals nötig, auch nach Kassel zu fahren. Wir hatten nämlich zwei Projekte, ein Projekt war im Electronic Café, wo wir…

 

Also genau in diesem Raum vor 26 Jahren, am 26. Juli, jetzt ist der… Was ist heute für einer? 18. Also knapp, aber doch genau diese 26 Jahre hatten wir hier ziemlich viel Technik reingebaut, ja? Und die Technik mag zwar von Übertragungsraten für heutige Verhältnisse lächerlich sein, für damalige Verhältnisse war das eine ziemliche Leistungsshow auch, ja? Was für Geräte wir hier aufgetürmt haben. Und die Entscheidung, das hier in einer Galerie zu machen, war auch, um das sichtbar zu machen, um die Geräte sichtbar zu machen, um das öffentlich zu machen, was Van Gogh TV ja auch in Kassel gemacht hat. Nicht so großartig, das waren kleine Container, man konnte da nicht wirklich rein gehen. Es gab diesen Schirm. Der eine war dann dieser Container mit der Regie, da war dann immer nur eine Person oder eine zweite. Also so ein Studio gab es dort nicht. Bei uns gab es die ganze Ausstellungshalle und später auch im Freihaus, die da in der (Deto?)-Galerie, gab es eben die Möglichkeit, vorbeizukommen, eigene Videos mit abzuspielen, Fotos herzuzeigen und und und. Und das haben die Leute auch genutzt. Damals sehr viele, die auch in der Medienkunst gearbeitet haben.

 

Interviewer: Genau, wie muss man sich denn hier so die Atmosphäre vorstellen? War das so eine Partyatmosphäre oder waren das verbissene Künstler, die irgendwie da ihren Geheimeingang in die Documenta meinten gefunden zu haben?

 

Rosa von Suess: Letzteres glaube ich nicht, also keine… das war auch nicht so wichtig. Also, wie gesagt, wir waren damals mit zwei Projekten als Side-Projekten bei der Documenta. Also das war zwar schon sehr wichtig, aber wir haben jetzt nicht geglaubt, das ist jetzt der große rote Teppich, der da jetzt ausgerollt wird. Aber die Lust mit der Technik zu arbeiten und zu schauen, was möglich ist, die war natürlich vorhanden, ja? Wie kann ich Bilder, Texte auf einen Screen bekommen und live senden. Das ist natürlich schon spannend gewesen. Wir hatten dann eben das Programm auch hier und wollten in Teilen wieder das zurückgeben, da hatten wir aber eine ziemlich große Verzögerung. Damit haben wir gar nicht gerechnet, dass das so viel ist, aber es war für uns spannend, das technisch zu schaffen. Das gebe ich ganz offen zu. Das war, glaube ich, auch ein Hauptgrund, warum es uns gereizt hat, da mitzumachen.

 

Interviewer: Wenn man es jetzt so nach 26 Jahren Revue passieren lässt, zwei Fragen noch, einerseits, wie beurteilen Sie das Projekt heute? Was sind so die Auswirkungen, ja, wie stellt sich das heute so dar? Fangen wir damit vielleicht an. Eine Einordnung.

 

Rosa von Suess: Wenn ich das Projekt Piazzetta wie Piazza virtuale… Ja, da finde ich die Möglichkeit, den Fernsehzuseher das Tastentelefon als Steuerungselement des Fernsehbilds in die Hand zu geben, schon eine sehr gute Idee. Und dass das alles drumherum dann viel größer gewesen ist, habe ich mich damals gefragt und frage mich heute noch, warum ich so viele Container brauche für diese Möglichkeiten, ja? Ich glaube, dass da noch weitaus mehr Pläne gewesen und Ideen am werken. Wie Van Gogh TV eben auch viele Nerds angezogen hat. Da sind parallel, glaube ich, zehn, zwanzig andere Projekte noch entwickelt worden und mit ein bisschen Größenwahn auch dabei, hat man nicht alle zum Laufen gebracht. Das was letztendlich da war, ist mit Respekt zu betrachten, auch die Einladung, die Einbindung von so vielen verschiedenen Künstlergruppen, wo auch immer man die gerade getroffen hat, wo die gerade gearbeitet haben und wie die das genutzt haben, das ist wieder eine andere Sache. Aber dass es die Möglichkeit gab, daran teilzunehmen, hat uns damals schon auch Spaß bereitet.

 

Interviewer: Und jetzt für Sie persönlich, was ist so Ihre persönliche jetzt, von dem… Sie haben bereits erwähnt, dass es Spaß gemacht hat, aber so langfristig, was bedeutet es für Sie, daran teilgenommen zu haben, an Piazza virtuale?

 

Rosa von Suess: Also parallel haben wir an einem anderen Projekt gearbeitet, das Netz Europa. Das war so ein virtueller Ausstellungsraum, wo Künstler im 3D-Raum ausgestellt haben und das ging so um Artefakte und Wunderdinge, die nicht stattgefunden haben. (Breuss?) zum Beispiel am Markusplatz in Venedig und so Bilder mit der Realität zu vermengen. Das waren jetzt konzeptionell ein bisschen andere Projekte und wahrscheinlich auch mehr gestaltet. Also das war schon interessant, da die Dinge jetzt wirklich stärker gestalten zu können wie bei diesem Projekt, wo die Möglichkeiten doch ein bisschen beschränkt waren, ja? Insofern war das jetzt nicht so diese ganz, ganz große Sache.

 

Interviewer: Das klingt jetzt fast so, als ob man sich es hätte schenken können, als ob das gar nicht so eine zentrale Bedeutung hat, wie wir es von anderen schon gehört haben, beispielsweise von anderen Beteiligten, aber dann ist es halt so.

 

Rosa von Suess: Wenn ich persönlich sagen kann, was ich gelernt habe, ist, dass die persönliche Kommunikation extrem wichtig ist. Weil wir sehr viele Kommunikationen hatten mit unterschiedlichen und irgendwann einmal musst du eben in den Zug steigen und hinfahren. Und damit das dann auch klappt und wir da so ein Vertrauen herzustellen. Ich weiß nicht, bei uns ging es irgendwie Bildtelefone und ob wir diese nicht auch bei einem anderen Projekt eben einsetzen, weil wir eben zwei so Telekommunikationsprojekte hatten. Und das war definitiv nicht der Fall, es gab so ein gewisses Misstrauen. Und ich habe dann gemerkt okay, jetzt muss ich einfach hinfahren und da mal selber mit denen sprechen und nicht nur telefonieren und mit Modem hin und her schreiben oder Faxe hin und her senden, sondern einfach denen in die Augen schauen und sagen: „Leute, so und so ist das von uns geplant.“ Und das ist etwas, was ich, glaube ich, bei großen Projekten, bei komplexen Projekten, immer noch ganz gut ist, wenn man sich auch trifft und dann mal miteinander spricht. So habe ich die Bildtelefone dann nach Wien geholt. Ja?

 

Interviewer: Ach so, die waren noch gar nicht da und das…?

 

Rosa von Suess: Nein, wir hatten ja keine Bildtelefone. Die Bildtelefone war so ein bisschen die Macht von Van Gogh TV, weil die hatte ja nicht jeder.

 

Interviewer: Eigentlich habe ich gerade schon gesagt, das ist die letzte Frage, aber weil nochmal davon die Rede war, mit denen sprechen, wer war denn eigentlich so der Ansprechpartner (unv. beide sprechen gleichzeitig)?

 

Rosa von Suess: Salvatore Vanasco war der Ansprechpartner. Aber dann, als ich oben war natürlich auch Karel, natürlich auch Benjamin Heidersberger. Heißt der Heidersberger? Ja? Und ich glaube Bernd hieß der, der dann auch da war. Also die Unterstützung von Van Gogh war dann auch, dass jemand von ihnen, von ihrem Team gekommen ist. Der hat auch dokumentiert, sieht man auf den Fotos.

 

Interviewer: Ach, der ist das da auf dem Foto?

 

Rosa von Suess: Ja. Also der hat nicht die Fotos gemacht, aber auf den Fotos ist er mit einer Kamera. Ich kann mich leider nicht an den Namen erinnern.

 

Interviewer: Ja, das finden wir raus, ja. Bernd?

 

Rosa von Suess: Ich glaube irgendwie oder mit i zum Schluss. Aber nochmal zur Bedeutung. Ich mache heute noch Fernsehen. Ich unterrichte Fernsehgestaltung. Ich mache mit Studierenden interaktive Projekte, ich leite das Ausbildungsfernsehen an einer der größten Medienstudiengänge in Österreich. Wir machen sehr viel Nachwuchsausbildung und natürlich war das Projekt für mich auch ein Meilenstein im Sinne von interaktiv etwas zu steuern. Was ist möglich, was ist nicht? Aber auch drei Sendungen zu gestalten. Ja? Also Liveeinstieg zu machen, vorzubereiten. Ich mache jährlich eine Konferenz, wird auch live übertragen, also Fernsehen interessiert mich nach wie vor und das Livebild. Und das war ein wichtiges Projekt schon für mich, aber jetzt im Sinne von Medien gestalten und ausprobieren.

 

Interviewer: Zeigen Sie denn Ihren Studierenden auch Material von damals?

 

Rosa von Suess: Ich unterrichte nicht die Mediengeschichte, ich glaube, da ist es aber… In Mediengeschichte wird es schon immer auch gezeigt. Die Piazzetta virtuale.

 

Interviewer: Denn es gibt ja diesen Dokumentarfilm. Also auch wenn man die Sendung vielleicht nicht in voller Länge da zugucken möchte, gibt es da so einen dreiviertelstündigen Dokumentarfilm und der kam bei meinen Studenten doch immer ganz gut an.

 

Rosa von Suess: Ja.

 

Interviewer: Also, das hat mich…

 

Rosa von Suess: Ja. Es ist wichtig, zu zeigen, dass es eben schon vorher Dinge gab. Aber da könnte man noch weiter gehen, noch früher, man könnte 1979 gehen oder in Österreich hatten wir ja viele Projekte, also Richard Kriesche, Peter Weibel. Ich habe bei Weibel studiert. Kriesche oft interviewt und diese Projekte, die die für das Fernsehen gemacht haben, sind natürlich auch sehr, sehr wichtig im öffentlichen Fernsehen.

 

Interviewer: Okay, dann bedanke ich mich für das Gespräch.